Ruhig geworden ist es um die vor vier Jahren angekündigten Linzer Drohnentaxis: Im Jahr 2019 wurde von der LINZ AG und führenden Stadtpolitikern bereits für 2020 ein Testbetrieb versprochen. Das Projekt ist mittlerweile wieder komplett von der Bildfläche verschwunden. 

“Im Jahr 2020 soll in der Stahlstadt die erste Teststrecke für E-Lufttaxis in Betrieb genommen werden. Möglich macht das eine Kooperation der Linz AG mit dem Innviertler Flugzeugkomponentenbauer FACC und dem chinesischen Technologieunternehmen EHang. Der entsprechende Vertrag wurde am Dienstag unterzeichnet”, schrieben etwa die Salzburger Nachrichten im Mai 2019. 

“Linz in den vordersten Startlöchern”               
“Mit einer vielversprechenden Projektpartnerschaft zwischen dem innovativen Flugzeugbauer FACC, der chinesischen Air Mobility-Gruppe EHang und der Expertin für Personennahverkehr, der Linz AG, scharrt Linz in den vordersten Startlöchern, 2020 soll die Teststrecke in Linz entstehen”, berichtete ebenfalls im Mai 2019 die SPÖ-Zeitung “Alles Linz” verheißungsvoll. 

Stückpreis: 300.000 Euro          
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) meinte im Rahmen der dazugehörigen Pressekonferenz, dass Lufttaxis helfen, den Verkehr in der Stahlstadt zu entlasten.Eine Fahrt mit dem Lufttaxi solle dabei etwa genauso viel kosten wie eine Fahrt mit einem normalen Taxi. Experten hielten diese Aussagen bereits damals für unrealistisch. Nicht nur die Kosten wären bei einem Stückpreis von 300.000 Euro um ein Vielfaches höher und mit einer Taxi nicht vergleichbar. Auch die positiven Auswirkungen auf die Verkehrsströme seien kaum messbar – außer es flögen täglich tausende diese zweisitzigen Drohnen vom Mühlviertel in die Landeshauptstadt.