Der oberösterreichische ÖVP-Landtagsabgeordnete Günther Baschinger hat seinen Rücktritt erklärt. Anlass ist ein Vorfall, bei dem er nach eigenen Angaben alkoholisiert und mit überhöhter Geschwindigkeit ein Fahrzeug gelenkt hatte. Laut Parteiangaben wurde ihm in der Folge der Führerschein abgenommen. Fix dürfte schon jetzt eines sein: Hart wird der Unternehmer (der auch in der Wirtschaftskammer ein Amt bekleidet) parteiintern nicht landen. Wie andere Beispiele der großen Parteien zeigen, sind ähnlich geartete Fälle gerne „nach oben“ gefallen.

In einer schriftlichen Stellungnahme räumte Baschinger sein Fehlverhalten ein und zeigte sich reumütig: „Ich habe einen Fehler gemacht, der mir leid tut. Ich entschuldige mich aufrichtig für mein Verhalten. Es entspricht nicht den Anforderungen und der Verantwortung meiner Funktion als Landtagsabgeordneter. Ich ziehe daraus die Konsequenzen und lege mein Mandat im Oö. Landtag zurück.“

Rückblick: Auch SPOÖ-Klubobmann Christian Makor verursachte am Samstag, den 28. November 2020, abends mit rund einem Promille Alkohol im Blut einen Parkschaden in der Linzer Landhausgarage. Er erklärte darauf hin seinen unvermeidlichen Rücktritt.

Nach einer Abkühlphase wurde er in den Posten des Geschäftsführers der Wohnbaugenossenschaft VLW gehievt – mutmaßlich mit einem um etwa 20 Prozent höheren Gehalt als zuvor (Gehalt als Klubobmann: ca. 13.400 Euro/14mal im Jahr). Wobei gerade Wohnbaugenossenschaften beliebte „Endlager“ für nicht mehr benötigte Polit-Funktionäre sind. So wechselte etwa der glücklose ÖVP Linz-Geschäftsführer Steiger vor zwei Jahren als top-dotierter Geschäftsführer zur GWG.

Foto: OÖVP