Die Dämme scheinen in Linz in Sachen Obdachlosigkeit zu brechen: An immer mehr Stellen richten sich Menschen ohne Bleibe häuslich ein – wie etwa hier direkt vor dem Neuen Rathaus in Urfahr.

Auch in den großen Linzer Parks campen Obdachlose wochenlang, ohne behelligt zu werden. Bis zu 100 Personen sollen es Linz aktuell sein, die unter freiem Himmel nächtigen, OÖ-weit wird die Zahl auf etwa 1.600 geschätzt. 

In Linz selbst beobachten Sozialorganisationen derzeit eine Verschärfung der Situation. Die Stadt berichtete etwa, dass es durch die Umbauarbeiten beim Busbahnhof zu einer Verlagerung obdachloser Menschen in den Volksgarten und an andere Plätze gekommen sei. Betroffen seien unter anderem EU-Ausländer ohne Anspruch auf Sozialhilfe sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen oder schwerer Alkoholabhängigkeit, die bestehende Unterkünfte nicht nutzen können oder wollen.

Was viele nicht wissen: Obdachlose mit Hunden als einzigen (und wichtigen) Begleiter oder Paare haben keine Möglichkeit, in den Linzer Notschlafstellen gemeinsam zu nächtigen, hier besteht eine echte Versorgungslücke. Diese Menschen werden ohne Alternative in die Obdachlosigkeit getrieben.

Die Oppositionspartei MFG macht immer wieder auf die Situation von Obdachlosen aufmerksam: „Wir kämpfen für all jene, die von der Gesellschaft ausgestoßen oder ausgegrenzt werden – für ihre Freiheit, ihre Menschenwürde und ihre Rechte“, sagt MFG-Klubobmann Manuel Krautgartner.