Die massive Kritik der OÖ-Umweltanwaltschaft an den UVP-Unterlagen zum geplanten Windpark Sandl sorgt nun für zusätzliche Brisanz in einem ohnehin kontrovers diskutierten Projekt. Besonders schwer wiegt dabei der Vorwurf, dass wesentliche naturschutzfachliche Aspekte in den eingereichten Unterlagen offenbar nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Dadurch stellt sich die Frage, ob die eingereichten Unterlagen tatsächlich eine verlässliche Grundlage für das weitere Verfahren darstellen.
Besonders kritisch ist, dass es sich dabei laut Umweltanwaltschaft um öffentlich zugängliche Daten und Erhebungen handelt. „Da geht es nicht um irgendwelche Nebensächlichkeiten, sondern um sensible Schutzgüter und die Grundlage eines gesamten UVP-Verfahrens. Wenn vorhandene Daten nicht vollständig eingearbeitet werden, muss man schon hinterfragen, wie belastbar die eingereichten Unterlagen tatsächlich sind“, sagt MFG-Landtagsbgeordneter Manuel Krautgartner.
„Wenn bekannte Nachweise sensibler Vogelarten, wie Waldschnepfe oder Auerhuhn, in den UVP-Unterlagen offenbar nicht beziehungsweise nur unzureichend berücksichtigt wurden, dann wirft das ernste Fragen zur Qualität dieser Unterlagen auf.“
Auch die technische Aufbereitung der Unterlagen wurde vom Umweltanwalt kritisiert. Krautgartner: „Wenn Karten kaum lesbar sind, man nicht vernünftig hineinzoomen kann und gleichzeitig Bürger, Gemeinden und Behörden die Unterlagen innerhalb weniger Wochen fachlich prüfen sollen, dann darf man sich über Kritik nicht wundern.“
Klar ist: Gerade bei Projekten mit massiven Eingriffen in Natur- und Lebensräume braucht es besonders sorgfältige Prüfungen. Wenn Unterlagen unvollständig oder mangelhaft aufbereitet eingereicht werden, untergräbt das das Vertrauen in das gesamte Verfahren. Ein Verfahren dieser Größenordnung braucht saubere, nachvollziehbare und vollständige Grundlagen.
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