Die Inflation in Österreich ist im April erneut auf 3,4 Prozent gestiegen. Besonders Energie- und Treibstoffpreise treiben die Teuerung weiter an. Während die Regierung auf Spritpreisbremse und Mehrwertsteuersenkung verweist, wächst die Kritik an den kaum spürbaren Entlastungen. Auch die groß angekündigte „2-1-0-Formel“ von Bundeskanzler Christian Stocker wird zur Luftmasche.

Die Teuerung in Österreich bleibt hartnäckig hoch. Laut Statistik Austria stieg die Inflation im April 2026 auf 3,4 Prozent und liegt damit erneut über dem Wert des Vormonats. Hauptverantwortlich dafür sollen u.a. steigende Treibstoff- und Heizölpreise sein.

Zwar verweist die Bundesregierung auf die sogenannte Spritpreisbremse, die die Inflation laut Berechnungen um 0,2 Prozentpunkte gedämpft habe. Doch genau diese Zahl zeigt vor allem eines: Die Maßnahme bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Denn an den Zapfsäulen spüren Autofahrer die Entlastung kaum. Für Pendler, Familien und Menschen am Land bleiben die Tankkosten weiterhin eine enorme Belastung.

Besonders kritisch wird gesehen, dass die Regierung monatelang große Erwartungen geweckt hat. Vor allem Bundeskanzler Christian Stocker hatte mit seiner viel zitierten „2-1-0-Formel“ eine deutliche Entspannung bei der Inflation angekündigt. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus. Statt sinkender Preise erleben viele Haushalte weiterhin steigende Kosten ins allen elementaren Lebensbereichen.

Besonders enttäuschend: Die Maßnahmen, die nun als Entlastung verkauft werden, fallen äußerst gering aus. Das zeigt sich auch bei der geplanten Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel ab Juli. Statt einer echten Entlastung bleiben am Ende des Monats einstellige Eurobeträge übrig, die man sich bestenfalls spart. Klar ist mittlerweile, dass der große Teil der zusätzlichen Steuereinnahmen beim Spritpreis gar nicht an die Kunden weitergegeben wurde.

Mehrere Lösungsansätze lieferte als einziger die Partei MFG: OÖs Landesparteiobmann Joachim Aigner forderte mehrmals ein Aussetzen der Mineralölsteuer sowie zumindest eine temporäre komplette Streichung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel statt einer homöopathischen 5%-Senkung.

Foto: BKA/Florian Schrötter