Jahrelang hat die Linzer SPÖ den Verkauf der städtischen Flughafenanteile hinausgezögert. Nun könnte sich diese Verzögerung für die Steuerzahler bitter rächen. Laut Medienberichten soll das Bewertungsgutachten für den 50-Prozent-Anteil der Stadt einen Wert zwischen null und minus 15 Millionen Euro ausweisen. Damit sieht sich vor allem die Oppositionspartei MFG bestätigt, die schon seit Jahren ein „Raus der Politik vom Linz Airport“ fordert.

Damit droht ein politisches Fiasko: Statt Geld für die Anteile zu erhalten, könnte die Stadt für einen Verkauf sogar noch Millionen nachschießen müssen. Während die finanzielle Lage des Flughafens durch neue Zuschüsse, die Pistensanierung und die PFAS-Sanierung immer schwieriger wurde, hielt die SPÖ dennoch an ihrer Verschleppungstaktik fest.

Vor allem MFG sieht sich dadurch in ihrer Kritik bestätigt: „Wer jahrelang zuwartet und notwendige Entscheidungen verschleppt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende ein Millionenloch entsteht. Die Rechnung zahlen einmal mehr die Steuerzahler“, kritisiert die Partei.