Wird wohl nix mit der angekündigten 2-1-0 Stocker-„Wunderformel“: Österreich hinkt bei der Teuerung weiter hinterher – und auf die Krise lässt sich die Sache nicht ausreden: Sowohl die Eurozone als auch Deutschland standen im März 2026 erneut klar besser da als Österreich. Die Schweiz verzeichnete im März 2026 lediglich nur 0,3 Prozent Teuerung.
Damit zeigt sich einmal mehr: Das „Schreckgespenst“ EU-Austritt ist gar keines, denn trotz aller jahrelanger Unkenrufe, dass die Schweiz ohne EU-Vollmitgliedschaft auf kurz oder lang wirtschaftlich untergehen werde, haben sich nicht bestätigt – im Gegenteil: Die Schweiz steht besser als als alle EU-Mitgliedsstaaten. Das zeigt, dass es mit klugen Verhandlungen und bilateralen Verträgen sogar besser ist, nicht EU-Vollmitglied zu sein und sich so ein großes Maß an Eigenständigkeit zu erhalten, ohne sich dem EU-Regulierungswahn zu unterwerfen.
„Diese Bundesregierung startet kraftvoll in das neue Jahr. 2026 wird das Jahr des Aufschwungs für Österreich“, sagte Bundeskanzler Christian Stocker noch nach dem Ministerrat Mitte Jänner 2026, obwohl da schon klar war, dass bei den kraft- und saftlosen Entscheidungen der Dreierkoalition kein Aufwärtstrend zu erwarten ist. Stockers „2-1-0“-Ziel (zwei Prozent Inflation, ein Prozent Wachstum, null Toleranz gegenüber jenen, die unsere Gesellschaft ablehnen) ist weit weg – nicht nur bei der Teuerung: Die OeNB reduzierte die Wirtschaftswachstumsprognose für heuer auf magere 0,5% – und selbst dieses Ziel wird wohl nicht zu halten sein.
Die höchsten Teuerungsraten im März 2026 verzeichneten Kroatien mit 4,7 Prozent. Am wenigsten teurer wurde es in der EU in Zypern und Italien mit je 1,5 Prozent sowie in Frankreich (1,9 Prozent).
Inflationsentwicklung März 2026
- Schweiz +0,3%
- Italien 1,5%
- Frankreich 1,9%
- Euro-Raum 2,5%
- Deutschland 2,8%
- Österreich 3,1%
- Spanien 3,3%
- Kroatien 4,7%
Titelfoto: BKA/Andy Wenzel


