Und schon wieder tut Linz es, diesmal für die Innenstadt und die Landstraße. „Wieder wird ein sündteures Konzept erstellt, das ein Vermögen kostet und am Ende wieder mal nicht mehr ist als heiße Luft“, sagt MFG Linz-Bezirkssprecherin Petra Lindner. Diesmal im Fokus: die Landstraße und der Hauptplatz in Form eines „Innenstadtkonzepts“. „Linz ist die Konzepthauptstadt Europas, niemand anderes verpulvert so viel Geld für geduldiges Papier, statt endlich ins Tun zu kommen“, fordert Lindner endlich mehr Umsetzung als „Schreibtischaktionismus“.

Innenstadtkonzept, Fahrradkonzept, Sportkonzept, Klimakonzept, ja sogar ein Fußgängerkonzept („Masterplan Gehen“) wurde von der Stadt beauftragt – wer hat noch nicht, wer will nicht mal?“, fragt Petra Lindner angesichts der Linzer „Konzeptionitis“. Ein ums andere Mal werden von „Experten“ und Institutionen endlos lange Papiere erstellt, statt tatsächliche und auf der Hand liegende Probleme einfach anzugehen. Die Kosten für den Linzer „Konzeptwahnsinn“ zahlen freilich die Bürger: Alleine das Innenstadtkonzept wurde mit 200.000 Euro veranschlagt, ein von den Grünen lancierter „Hitzenotfallplan“, der u.a.a schattige Plätze in Linz anzeigen soll, ist mit 100.240 Euro budgetiert. „Was sollen all diese Blödheiten?“, fragt Petra Lindner wohl nicht zu Unrecht. „Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, schon gar nicht braucht es einen Plan oder ein Konzept, um zu erkennen, wo es schattig ist oder dass man bei 30 Grad nicht endlos in der Sonne herumsitzt. Ein bisschen Hausverstand tut’s auch.“

„Bitte nicht noch mehr Konzepte, die von zweifelhaften „Experten“ erstellt werden. Warum fragt man nicht einfach die Linzerinnen und Linzer, was sie sich für ihre Stadt wünschen?

Petra Lindner

„Bitte nicht noch mehr nutzlose Konzepte“           
Und woran es auf der Landstraße krankt, ist offensichtlich? Auch dazu braucht es nicht schon wieder ein Konzept. Bezüglich Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone fehlen vor allem legere öffentliche Sitzgelegenheiten. Lediglich am Hauptplatz und am Taubenmarkt gibt es ein paar Bänke, dir aber alles andere als attraktiv und teils heruntergekommen sind.      
Was sich Petra Lindner und MFG wünschen: „Bitte nicht noch mehr Konzepte, die von zweifelhaften „Experten“ erstellt werden. Warum fragt man nicht einfach die Linzerinnen und Linzer, was sie sich für ihre Stadt wünschen? Eine entsprechende Befragung könnte auch mit einem Gestaltungswettbewerb einhergehen, wo und wie in Linz mehr Bänke und Sitzgelegenheiten stehen sollen.“

Was ebenfalls sicherlich fehlt und mehr als offensichtlich ist: „Gerade Familien scheuen längere Aufenthalte in der Innenstadt, weil es u.a. an sauberen, sicheren und einladenden Toiletten fehlt. Sowohl das Wc am Volksgarten als auch jedes auf der Promenade sind teils unzumutbar. Bürgermeister Luger & Co. sollen einfach mal in die PlusCity fahren, dort machen unzählige blitzsaubere Sanitäranlagen aber auch viele Sitzgelegenheiten den Aufenthalt attraktiv. Ist das wirklich so schwer?“, fragt Petra Lindner, die sagt: „Bitte endlich Schluss mit den Konzepten und endlich mit dem Umsetzen anfangen!“