Immer weniger Kinder, immer mehr Sterbefälle: Österreich verzeichnet 2025 bereits das sechste Jahr in Folge eine negative Geburtenbilanz – ein alarmierendes Signal für die Zukunft des Landes – und wohl auch ein Zeichen einer verfehlten Familienpolitik, die Kinderkriegen und Familien nicht fördert…

Die demografische Entwicklung in Österreich verschärft sich weiter: Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria wurden im Jahr 2025 nur noch 76.067 Kinder geboren – um 1.171 beziehungsweise 1,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Damit erreicht Österreich den niedrigsten Geburtenwert seit 2001.

Gleichzeitig verstarben im vergangenen Jahr 87.902 Menschen. Die Folge: Die Zahl der Todesfälle überstieg jene der Geburten um 11.835 Personen. Es ist bereits das sechste Jahr in Folge mit einer negativen Geburtenbilanz.

Besonders bemerkenswert: Der bisherige Tiefstand aus dem Jahr 2001 wurde damals bei einer um mehr als eine Million kleineren Gesamtbevölkerung erreicht. Trotz deutlich mehr Einwohnern kommen also weniger Kinder zur Welt als vor einem Vierteljahrhundert.

Regional zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Nur Kärnten (+0,9 Prozent) und Salzburg (+2,4 Prozent) konnten 2025 steigende Geburtenzahlen verzeichnen. In allen anderen Bundesländern gingen die Geburten zurück – im angeblich so familienfreundlichen Oberösterreich betrug das Minus 3,1 Prozent.

Nur Wien und Vorarlberg wiesen überhaupt noch mehr Geburten als Sterbefälle auf, während Salzburg laut Statistik nahezu ausgeglichen blieb. In den übrigen Bundesländern sterben mittlerweile deutlich mehr Menschen als Kinder geboren werden.

Die Entwicklung wirft zunehmend Fragen für Wirtschaft, Sozialsysteme und Arbeitsmarkt auf. Weniger junge Menschen bedeuten langfristig weniger Arbeitskräfte, steigenden Druck auf Pensionen und ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen den Generationen.

Manche sehen die Ursachen unter anderem in einer zunehmenden Belastung junger Familien. Immer mehr Paare verschieben die Familiengründung oder verzichten ganz auf Kinder.