Passt leider zum politischen Kurs in der Krise: Der österreichische Einzelhandel kommt nicht vom Fleck. Die aktuellen April-Zahlen der Statistik Austria zeigen ein alarmierendes Bild: Zwar werden an den Kassen nominell etwas höhere Umsätze erzielt, real – also nach Abzug der Inflation – geben die Menschen jedoch weniger Geld aus als noch vor einem Jahr. MFG-Mann Joachim Aigner kennt die Schuldigen: Die ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung.

Im April 2026 hat der österreichische Einzelhandel nominell um 0,6 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im April des Vorjahres. Aufgrund der gestiegenen Preise ergab dies unter Berücksichtigung der Inflation jedoch ein Minus von 2,1 %.

Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel lag nominell um 1,4 % über und real um 0,6 % unter dem des Vorjahres. Der Handel mit Nicht-Nahrungsmitteln war sowohl nominell mit 1,0 % als auch real mit 2,3 % im Minus.

Aufgrund der Teuerung bei den Treibstoffen gingen die nominellen und realen Umsätze der Tankstellen besonders weit auseinander. Die gestiegen Treibstoffpreise im April brachten den Tankstellen im Vergleich zum Vorjahr einen nominellen Umsatzzuwachs von 9,1 %, um die Inflation bereinigt blieb ein Minus von 12,5 %.

Dabei leidet der Handel gleich doppelt: Einerseits bleibt die Kauflaune gedämpft, andererseits steigen die Kosten für Personal, Energie, Mieten und Finanzierung weiter an. Viele Betriebe können diese Belastungen kaum noch weitergeben.

Auch Oberösterreich bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. 50.000 Menschen arbeiten in OÖ im Handel – und wohl ebensoviele Familien sind damit direkt betroffen. Besonders bedenklich ist dabei die langfristige Entwicklung: Wenn immer weniger Geld im stationären Handel ausgegeben wird, verlieren Ortszentren an Attraktivität, Leerstände nehmen zu und regionale Nahversorgung gerät unter Druck.

Ein echtes Gegensteuern der Landes- oder Bundesregierung gibt es nicht, sieht man mal von der lachhaften Babler-Steuersenkung ab 1. Juli von 5 % auf einige wenige Lebensmittel ab. Herr und Frau Österreicher dürfen sich zurecht gefrotzelt fühlen. „Zu spät, zu wenig, zu lieblos“ , kommentiert MFG-Landesparteiobmann Joachim Aigner folgerichtig die von SPÖ und ÖVP bejubelten Maßnahmen. Echte Kritik gibt es auch von der FPÖ nicht.