Wenig Neues im „OGM-APA Vertrauensindex BundespolitikerInnen“ vom April 2026: Die absolute Mehrheit der abgefragten Politiker bleibt solide im Vertrauensminus. Positive Vertrauenswerte weisen lediglich Bundespräsident Alexander Van der Bellen (in Zeiten von internationalen Krisen und Krieg steigt die Zustimmung zum Staatsoberhaupt), Nationalratspräsidentin Doris Bures, Finanzminister Markus Marterbauer sowie Frauenministerin Eva Holzleitner auf. Dahinter: stimmungsmäßige Dunkelflaute, die auch über der Opposition hängt. Kurz: Auch die FPÖ-Spitzen floppen beim Vertrauen.

Geradezu verheerend die OÖ-Abteilung in der Bundespolitik: Einzig Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) kommt mit +6 (Saldo aus „Habe Vertrauen“ und „Habe kein Vertrauen“) gerade noch in den positiven Bereich. Einen Dämpfer gibt es für Strahlemann-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer aus Linz, der sich immer stärker als möglicher Stocker- und somit Kanzler-Nachfolger ins Spiel bringen will. Er kommt bei den Wählern schlechter an als er selber vermutlich denkt – und liegt mit minus 9 sogar schlechter als Stocker (minus 6).

Komplett unterirdisch unterwegs: der Innviertler Immer-noch-ÖVP-Klubobmann August Wöginger mit minus 48 (!), einzementiert auf dem letzten Platz. Seine „Tabellennachbarn“: Vizekanzler Andreas „Blabla“ Babler (minus 33) und Schreihals Herbert Kickl (minus 42).

„Die permanent katastrophalen Werte zeigen, dass die große Mehrheit nichts wissen will von den großen Systemparteien. Gleichzeitig haben es neue Bewegungen wie MFG schwer, Fuß zu fassen, weil die Phalanx zwischen Politik und alteingesessenen Medien keinen Millimeter Platz lassen“; diagnostiziert „Oppositionsführer“ und MFG-Landesparteiobmann Joachim Aigner die festgefahrene Polit-Situation in Österreich.

Titelfoto: Parlamentsdirektion/​Michael Buchner