Urlaub, aber richtig: Ganze 84 Tage macht der oberösterreichische Landtag heuer Sitzungspause. Im Linzer Gemeinderat ruht die politische Arbeit ebenso lange. Da wirken die 74 sitzungsfreien Tage im Nationalrat fast schon asketisch.

Die heimischen Schülerinnen und Schüler haben in diesem Sommer übrigens „nur“ 65 Tage Ferien – und damit fast drei Wochen weniger als Stadt- und Landespolitik. Im Linzer Gemeinderat finden im Februar, August und Oktoberüberhaupt keine Sitzungen statt. Der Oktober wurde übrigens erst mit der Einführung der Herbstferien auch für den Gemeinderat zum „Urlaubsmonat“. Im Landtag wird im Februar, August und September nicht getagt.

Oder etwas zugespitzt formuliert: 14 Gehälter für ganze neun Sitzungen – das hätte wohl jeder gerne.




Kommentar
Unterm Strich sind nur neun Landtagssitzungen im gesamten Jahr 2026 tatsächlich sehr wenig – vor allem, wenn man bedenkt, dass das Plenum die wichtigste öffentliche Bühne des Landesparlaments ist. Hier werden Gesetze beschlossen, Anträge diskutiert und die Landesregierung kontrolliert.
Völlig unverständlich ist, dass es gleich mehrere Monate ohne einzige Sitzung gibt. Der August mag als Ferienmonat noch nachvollziehbar sein. Doch warum im Februar, September oder Oktober überhaupt nicht getagt wird, erschließt sich kaum.
Natürlich wird auch zwischen den Sitzungen in Ausschüssen und Klubs gearbeitet. Dennoch entsteht der Eindruck, dass sich das Landesparlament außergewöhnlich lange Auszeiten gönnt. Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das ganze Jahr über ihren Verpflichtungen nachkommen, wirkt ein derart großzügiger Sitzungskalender jedenfalls wenig vorbildlich.

Foto: Land OÖ