35 Jahre nach dem Absturz der „Mozart“ legt ein brisantes Gutachten neue Details offen.
Patrick Huber rekonstruiert in „Lauda Air NG 004“ die Tragödie – und deckt systemische Versäumnisse auf.
Ein erschütternder Einblick in technische Mängel, Managementdruck und menschliches Versagen.
Am 26. Mai 1991 stürzte die Lauda-Air-Boeing 767 „Mozart“ mit 223 Menschen an Bord kurz nach dem Start in Bangkok ab – niemand überlebte. Jetzt beleuchtet ein neues Buch das Unglück umfassender als je zuvor. In „Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der ‚Mozart‘“ analysiert Luftfahrtjournalist Patrick Huber ein bislang unter Verschluss gehaltenes Gutachten der Wiener Staatsanwaltschaft. Das Dokument zeigt: Die Maschine hätte Monate vor dem Absturz gegroundet werden müssen.

Das geheime Gutachten des Flugsachverständigen Prof. Ernst Zeibig offenbart gravierende technische Mängel, verschwundene Wartungsunterlagen und massiven Druck auf Techniker und Piloten. Huber belegt, dass Sicherheitsvorschriften systematisch ignoriert wurden – aus wirtschaftlichen Gründen. Der Technische Direktor warnte früh vor katastrophalen Folgen und verließ die Airline aus Angst vor einem Unglück.
Mit Interviews von 18 Zeitzeugen zeichnet Huber ein beklemmendes Bild der Sicherheitskultur bei Lauda Air. Ehemalige Mitarbeiter berichten von gefälschten Checkprotokollen und überlastetem Personal. Neben der technischen Aufarbeitung thematisiert das Buch auch das Leid der Hinterbliebenen: fehlende Trauerhilfe, verwahrloste Gräber und bis heute nicht identifizierte Opfer.
„Lauda Air NG 004“ enthält 456 Seiten mit rund 150 teils unveröffentlichten Fotos. Das Werk erscheint als Hardcover und Softcover und ist über Buchhandlungen und Onlineplattformen erhältlich.


