Mit der Einführung des Verpflegungssystems „Cook & Chill“ im Kepler Universitätsklinikum Linz wird derzeit ein bedeutender Umbau der Patientenversorgung vorbereitet. Die Speisen werden dabei zentral gekocht, rasch heruntergekühlt, gelagert und erst kurz vor der Ausgabe auf den Stationen wieder erwärmt. Die Verantwortlichen verweisen auf bewährte Hygienestandards und organisatorische Vorteile. Doch trotz aller positiven Darstellungen bleiben wesentliche Fragen offen. Kritik kommt von MFG: „Welche Auswirkungen sind zu befürchten? Das gehört offen diskutiert“, fordert MFG OÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Häusler.

So wurde im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage auch erhoben, ob das System künftig auf weitere Krankenanstalten in Oberösterreich ausgeweitet werden soll und welche Qualitätsstandards für Lebensmittel, Diätküche und Patientenversorgung dabei verbindlich gelten. Zwar verweist die zuständige Gesundheitsreferentin Christine Haberlander auf bestehende gesetzliche Vorgaben und Kontrollen, eine entscheidende Frage bleibt jedoch unbeantwortet: Welche konkreten Einsparungen sollen durch die Umstellung erzielt werden?

Die entscheidende Frage ist: Geht es primär um bessere Abläufe und Versorgung – oder stehen am Ende doch Einsparungen im Vordergrund?

Gerade dieser Punkt sorgt für Kritik. Denn wenn ein neues Versorgungssystem eingeführt wird, das tief in die tägliche Betreuung von Patienten eingreift, sollten die Beweggründe offen auf dem Tisch liegen. Geht es primär um bessere Abläufe und Versorgung – oder stehen am Ende doch Einsparungen im Vordergrund?

Genau hier setzt MFG an, die gezielt nachfragt und auf Transparenz pocht. Während viele Parteien die Umstellung weitgehend kommentarlos zur Kenntnis nehmen, fordert die MFG eine offene Diskussion über Auswirkungen auf Qualität, Frische, Regionalität und Patientenwohl.

MFG argumentiert, dass Krankenhäuser keine Produktionsbetriebe oder Profit Center sind. Bei der Verpflegung kranker Menschen dürfen deshalb Effizienzüberlegungen niemals wichtiger werden als Qualität und Versorgungssicherheit. Gerade deshalb braucht es eine lückenlose Offenlegung der Ziele, Kosten und Auswirkungen solcher Reformen. Dagmar Häusler: „Patienten haben ein Recht darauf zu wissen, was künftig auf ihren Tellern landet – und vor allem warum.“